Alraune
108 Min. | DE | 1928
Language: DF
Director: Henrik Galeen
Cast: Brigitte Helm, Paul Wegener, Iván Petrovich
Stephan Graf v. Bothmer ALRAUNE Fantasy-Stummfilm-Symphonie | CineTronium
Erleben Sie die Giganten des Stummfilms, wie Sie sie noch nie gehört haben. Bothmers Musik ist keine Stummfilm-Begleitung; es ist eine Symphonie aus Musik und Film, eine Neudeutung des Films in Echtzeit. Von intimen, akustischen Texturen bis hin zu gewaltigen Klangwänden erschafft v. Bothmer mit seinem CineTronium einen modernen Soundtrack, der die Seele dieser Meisterwerke freilegt und sie mit der Ausdruckskraft modernster Instrumente, der Reife von 27 Jahren Filmmusik-Komposition und der Präzision des Pianisten, ins Heute katapultiert. Wir feiern das 23. StummfilmKonzerte-Festival 2026 “Fantasy-Stummfilme”.
Ein kühnes Experiment: Wird das künstlich erzeugte Kind eines Mörders und einer Prostituierten durch eine liebende Umgebung gut, oder dominiert das Böse in ihr?
Stephan v. Bothmer interpretiert den Film am CineTronium, einem einzigartigen Keyboard-Setup von enormer Ausdruckskraft, das er speziell für seine Live-Filmmusik entwickelt hat. In seiner Musik scheinen die Melodien und Rhythmen immer weiter zu wachsen, wie die Wurzeln der schon seit Urzeiten für magisch gehaltenen Alraune. Bothmer dreht mit seiner Musik den Blickwinkel um: er stellt Alraunes Individualität in den Mittelpunkt und entwickelt seine Musik aus ihrem Erleben, statt sie weiter als Projektionsfläche für männliche Fantasien zu sehen.
„Alraune“ erzählt die Geschichte einer künstlich geschaffenen Frau: ein Wissenschaftler befruchtet eine Prostituierte mit dem Samen eines hingerichteten Mörders und erschafft so Alraune – eine Kreatur, die zugleich Kind, Experiment und Projektionsfläche ist. Brigitte Helm spielt diese Kunstfigur als schillernde Mischung aus Unschuld, Verführung und Grausamkeit. Der Film verbindet wissenschaftliche Hybris mit dunkler Erotik und deutet das Labor zur modernen Alchemistenküche um.
Die Geschichte basiert auf dem Roman von Hanns Heinz Ewers und gehört zum Kernbestand des deutschen phantastischen Films. „Alraune“ spiegelt auch die Ängste der Zwischenkriegszeit vor Entgrenzung und Degeneration. Die Bilder sind voller Schatten, Schleier und Blicke – ein Kino des Andeutens, in dem Eros und Gefahr untrennbar miteinander verschmelzen.
[Henrik Galeen, D 1928]
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DF = in German language

