OT: La Vida Loca - Regie: Christian Poveda - Kamera:
Christian Poveda - Schnitt: Christian Poveda, Bernard Josse, Mercedes
Alted - Musik: Sebastián Rocca, Yuri Buenaventura - Dokumentarfilm
- Spanien, Mexiko, El Salvador, Frankreich 2008 - 90 min. - FSK: ab
16 (beantragt) - span. OmU
Ewiger Kreislauf der Gewalt. In El Salvador
kämpfen jetzt die Kinder des Bürgerkriegs. Bei den
Mareros dreht sich alles um Drogen, Tattoos, Ehre und Rache.
Lebe wild und gefährlich! Sie sind berühmt-berüchtigt:
die Mara-Banden in den Slums Mittelamerikas. "Marabunta":
Der Raubzug der Wanderameisen. Drogen, rohe Gewalt, brutale
Rituale, Tattoos von Kopf bis Fuß, Rap-Sound, Machismo
pur. Und immer wieder Gerichtssaal, Knast, Leichenhalle, Beerdigung...
Chucky, BanBan, La Liro, Wizard, Little Crazy, El Nueve. Sie
erwarten nichts von der Zukunft, existieren einfach, denken
nur von einem Augenblick zum nächsten. Wie soll man auch
einen Job bekommen, mit einer tätowierten 18 - quer über
das ganze Gesicht? Die Gang ersetzt die Familie und lenkt vom
trostlosen Alltag ab. Pandilleros. Brothers-in-arms. Racheakte
geben ihnen für einen Moment das Gefühl, mächtig
zu sein. Wie nebenbei bekommen die Mädchen Babys. Dann
wieder, mitten auf der Straße, eine Leiche im schwarzen
Plastiksack. Leben und Sterben liegen hier nahe beieinander.
Über ein Jahr lang begleitete Regisseur Christian Poveda
in El Salvador die jugendlichen Mitglieder der "Mara 18"
und ihre Erzrivalen von "Mara Salvatrucha".
"Wir müssen versuchen zu verstehen, warum 12- oder
13jährige einer Gang beitreten und ihr Leben für sie
opfern", sagte er in einem Interview.
Zwei Jahrzehnte nach dem verheerenden Bürgerkrieg kämpfen
jetzt seine Kinder. Auge um Auge, Zahn um Zahn.
Ohne Gnade - und ohne Perspektive.
Am 2. September 2009 wurde Regisseur Poveda bei Dreharbeiten
für die Fortsetzung von "La Vida Loca" mit mehreren
Kopfschüssen getötet.
"Früher oder später heißt es entweder Krankenhaus,
Knast oder ab ins Loch im Boden."
El Nueve
Presse:
"Hier ist alles echt, die Waffen, die Drogen und die Toten.
Sieben Morde gab es während der Dreharbeiten, einer der
Hauptschauplätze ist der Friedhof."
(Süddeutsche Zeitung)
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En América Central se les llama ‘Maras’. Creados sobre el modelo
de las pandillas de Los Ángeles, estos grupos de jóvenes siembran
el terror en países como El Salvador. Abandonados por el entorno
social, los adolescentes encuentran en esas pandillas un lugar
en el mundo, un sentimiento de seguridad, una comunidad que
los ampara. Durante un año entero, la cámara se detiene en la
cotidianidad de una célula de una de esas gigantescas maras,
la Clica 18 de la Campanera, compuesta por unos cincuenta adolescentes
y jóvenes adultos, con una media de 16-18 años. Esa pandilla
es una suerte de comuna igualitaria, una especie de cofradía
autoproclamada de marginados, mitad niños de la calle, mitad
niños soldados.
Christian Poveda fue asesinado en El Salvador el 2 de septiembre
de 2009.